Über uns

Manche Menschen öffnen eine alte Schachtel und finden Briefe: handgeschrieben, verblasst, in einer Schrift, die sie nicht entziffern können. Jemand hat diese Worte einmal mit Sorgfalt zu Papier gebracht, jemand hat sie aufbewahrt. Und jetzt liegen sie da, lesbar und unlesbar zugleich.
Genau dieser Moment ist es, der uns antreibt.

Schwer lesbare Texte

Schrift ist Gedächtnis. Sie hält fest, was sonst vergeht: Verträge und Versprechen, Neuigkeiten und Klagen, das ganz Alltägliche und das Außerordentliche. Aber Schrift altert, Schriften ändern sich, Sprachen wandeln sich oder verschwinden. Was einmal selbstverständlich war, wird rätselhaft. Was einmal jeder lesen konnte, liest heute kaum noch jemand.

Manchmal ist es ein einzelner Brief und manchmal ein ganzes Regal voller Bücher, deren Titel niemand mehr lesen kann, weil die Schrift fremd ist, die Sprache unbekannt oder beides zugleich. Auch dann steckt dahinter jemand, der geschrieben, gedruckt, gesammelt hat. Auch dann wartet etwas darauf, erkannt zu werden.

Das TUNGLO-Team

Wir sind ein kleines Team in der estnischen Universitätsstadt Tartu mit einer großen Faszination für genau dieses Rätsel: Für die Schönheit alter Handschriften und die stille Eigenlogik fremder Schriftsysteme, für die Überraschung, wenn sich schwer lesbare Texte plötzlich öffnen und eine Stimme hörbar wird, die lange verstummt schien – und für den Moment, in dem jemand erfährt, was in dem Brief stand, den seine Großmutter ein Leben lang aufbewahrt hat.

Das Team von Tunglo vereint langjährige Erfahrung in Sprachwissenschaft und Übersetzung mit einem tiefen Verständnis für historische Quellen und die Anforderungen praktischer Archivarbeit. Wir wissen, dass es beim Lesen alter Texte nicht nur um Schriftkenntnisse geht, sondern auch um sprachliches Feingefühl, historisches Kontextwissen und die Fähigkeit, das Gelesene verständlich zu vermitteln. Genau das bringen wir mit.

Nicht jeder Text ist bedeutsam. Aber jeder Text war es jemandem wert, geschrieben zu werden. Das allein ist Grund genug, ihn zu lesen.
Und manchmal ist es auch Grund genug, ein Leben lang damit zu arbeiten.

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